Ich habe in verschiedenen Bereichen (siehe Menü dieser Internetseite) die Fragen über WhatsApp und Threema gesammelt, die mir bisher am häufigsten gestellt wurden

Bevor man im Detail über WhatsApp redet und warum von WhatsApp abzuraten ist, sollte man kurz den Sinn und Zweck von Messengern durchleuchten. Denn nicht jeder hat schon einen Messenger und tastet sich gerade erst an das Thema heran. Manchmal auch nur für die eigenen Kinder.

Warum überhaupt ein Messenger?

Ich muß zugeben, daß ich selbst Messenger nicht sehr intensiv nutze. Ich bin über Telefon, Email und SMS erreichbar, wozu also noch weitere Kommunikationskanäle, die mehr oder weniger nur „alter Wein in neuen Schläuchen“ sind?

Im Berufsleben sind Emails Pflicht und ich kann diese auch mit dem Smartphone ganz bequem lesen und schreiben. Für kurze Mitteilungen habe ich zusätzlich SMS. Auch das geht ganz bequem und schnell mit dem Smartphone.

Für mich sind die beiden ausschlaggebenden Vorteile eines Messengers, daß ich zum einen sehr einfach und schnell Bilder mit Freunden austauschen kann und zum anderen sehr einfach Gruppen-Chats kreieren kann, welche ein sehr effizientes und schnelles Arbeiten in Teams ermöglichen. Wer diese beiden Funktionen nicht benötigt, braucht als Privatperson eigentlich auch keinen Messenger.

Es gibt viele kostenlose Apps, die eine SMS Unterhaltung genauso schön aussehen lassen wie die Unterhaltung in einem Messenger. Meist sind die vorhandenen SMS-Apps, die schon auf dem Handy bei Auslieferung installiert sind, dafür vollkommen ausreichend.

Leider haben viele Nutzer aber Handyverträge, deren SMS Versand kostenpflichtig und/oder begrenzt ist. Dann wiederum kann auch eine Messenger App Sinn machen. Man darf dabei aber nicht vergessen: Eine SMS kommt auch noch bei schwachem Telefonnetz an, eine Nachricht über das Internet (nur darüber geht ein Messenger) oft nicht mehr.

Anders sieht es bei Kindern aus. Die wenigsten benutzen ein Handy zum Telefonieren. Für Kinder sind Messenger enorm wichtig. Hierüber spielt sich die gesamte Kommunikation ab. Manchmal schon ab der 5/6 Klasse…

Warum aber gerade kein WhatsApp?

Das ist die häufigste Frage, die ich bekomme. Die kurze Antwort ist:

Ich will nicht private Daten meiner Freunde und Bekannten ohne deren Einverständnis an Fremde und/oder Unternehmen weitergeben. Ich will es nicht, weil man so etwas einfach nicht macht und weil es sogar per Gesetz verboten ist.

Ich will auch nicht länger wegschauen und so tun, als ob das eine „Kleinigkeit“ wäre, nur weil ich selbst zu bequem/faul bin, andere Apps zu benutzen, die das Gleiche können aber mich nicht zwingen, Daten Anderer weiterzugeben. Ich habe auch keine Angst, von der Welt deswegen ausgeschlossen zu sein oder das Freunde mich auf einmal nicht mehr kennen, nur weil ich kein WhatsApp benutze 🙂

Erschwerend kommt hinzu, daß ich mich nach aktuellen Datenschutzgesetzen (Stand 07/2018) mit der Installation von WhatsApp strafbar mache und von jedem abgemahnt werden kann.

Dabei hilft es auch nicht, daß sich Millionen andere auch strafbar machen. Das interessiert im Zweifelsfall keinen Richter. Das ist wie bei Raubkopien in der Musikindustrie. Am Anfang ein belächeltes Kavaliersdelikt, heute durch Abmahnanwälte ziemlich teuer für den Abgemahnten und sehr lukrativ für die Rechtsanwälte. Mehr Informationen siehe das Gerichtsurteil hier ganz unten.

Achtung: Falls Du ein Firmenhandy benutzt, auf dem auch berufliche Kontakte gespeichert sind, mußt Du WhatsApp von dem Firmenhandy löschen. Mehr Informationen hier.

Warum Threema?

In der Pressemitteilung von Threema ist eine treffende Beschreibung, die ich nicht besser hätte formulieren können:

„Threema ist mehr als eine Chat-App. Threema ist ein Statement.

Ein Statement gegen das systematische Sammeln und den Handel mit Personendaten durch Firmen und die flächendeckende Überwachung durch Behörden.

Ein Statement für Privatsphäre.“